Die Welt der Animorphs
  Megamorphs #5 von Luxuna - Kapitel 1
 
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Dies ist ein Fanartikel und soll nur hier veröffentlicht werden, nicht in der Gesellschaft! Die Webmasterin Luxuna-Shuvana-Eshill hat es geschrieben. Bitte nicht als euer Eigen anzeigen! Danke!

 

Kapitel 1

Ax

 

Mein Name ist Aximili-Esgarrouth-Isthill.

Ich bin der einzige Andalit auf dem Planeten Erde. Ganz alleine, bis auf unseren ärgsten Feind: Visser Drei. Doch der ist eigentlich ein Yirk.

Denn die Yirks sind hier. Auf der Erde. Haben ein neues Ziel: die Menschheit. Sie sind die perfekten Wirte für diese grauenhaften Schmarotzer.

Dazu muss ich vielleicht erklären, wieso. Nun, die Menschen sind wirklich ganz erstaunliche Wesen. Sie gehen auf zwei Beinen, und haben nicht mal einen Schwanz als Stütze. Dafür sind sie erstaunlich anpassungsfähig und Allesfresser. Sie haben sehr geschickte Hände, sogar fast noch geschickter als die der Hork-Bajirs, und sind die perfekten Sklaven für die yirkanische Macht.

Vor langer Zeit versuchten wir Andaliten, in einem Raumschiff die Yirks daran zu hindern, zur Erde zu kommen. Es kam zu einem Kampf dicht über der Erde. Wir verloren. Und keiner überlebte.

Nur ich. Ich war nicht volljährig und musste mich zur Kuppel unseres Raumschiffs begeben. Diese wurde bei der Schlacht abgesprengt und landete in einem irdischen Meer.

Ich schickte Hilferufe ab. Und es kam wirklich jemand.

Es waren Menschen. Genau so hatte sie mir mein Bruder Prinz Elfangor beschrieben.

Es waren jugendliche Menschen, nicht älter als ich. Und sie konnten morphen.

Sie erzählten mir von meinem Bruder, Prinz Elfangor. Er war eines Abends schwer verletzt vor ihnen gelandet und hatte ihnen von der Invasion erzählt. Er war kurz vor dem Tod, doch er gab den jungen Menschen die Kraft zu morphen. Danach kam unser Feind, Visser Drei, und tötete Prinz Elfangor.

Ich war betroffen, als ich das hörte. Doch die Menschen nahmen mich in Morphs von dem Erdenmeer mit und brachten mich an Land.

Und jetzt kämpfen wir zusammen. Ich, Aximili-Esgarrouth-Isthill, und fünf Jugendliche, von denen einer ein Raubvogel-Nothlit ist und in seinem Morph festsitzt. Wir kämpfen gegen die Yirks. Nur wir sechs, die uns die Animorphs nennen. Prinz Jake, Cassie, Rachel, Marco, Tobias und ich. Und wir warten auf die Andaliten, mein Volk, die vielleicht irgendwann kommen und die Yirks besiegen können.

Doch bis dahin konnte es noch lange dauern.

 

Ich lief durch den Erdenwald und absorbierte meine Nahrung durch die Hufe, so wie jeder Andalit. Meine Freunde haben mir viel über die Menschen erzählt. Sie essen nämlich nicht durch die Hufe, sondern durch einen Schlitz unter der Nase im Gesicht, den sie ‚Mund’ nennen. Durch den sprechen sie auch und machen dazu komische Mundlaute. Wie verwunderlich!

Auch ihre Nase ist ganz anders. Sie ist wie ein kleiner Knubbel im Gesicht und hat unterhalb zwei Löcher, durch die sie atmen und riechen. Aber ihr Geruchsinn ist nicht besonders ausgeprägt. Da lobe ich mir doch eher die eigene Nase.

Ja, und das alles lief mir so durch den Kopf, während ich durch den Wald rannte, in dem ich lebte. Ich und die ganzen verwunderlichen, zahlreichen Tierwesen auf dem Planeten Erde.

< Hey, Ax-Man! >

Das war Tobias, der Nothlit, von dem ich schon erzählt habe. Er ist gefangen in einem Raubvogel, den die Menschen Rotschwanzbussard nennen. Diese Wiese war sein Revier.

< Hallo, Tobias. >

Ich reckte meine Stielaugen und erspähte ihn, regungslos auf einer alten Buche sitzend.

< Schon auf? Es ist noch früh. >, sagte er.

< Ich konnte nicht schlafen >, antwortete ich. < Ich muss die ganze Zeit daran denken, ob es wohl noch Hoffnung gibt. Ob die Andaliten irgendwann kommen. >

Er schwieg ein Weilchen, dann sagte er: < Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke schon, dass sie kommen werden. Und so lange kämpfen wir. >

Vielleicht wundert ihr euch jetzt und denkt, ‚Wieso wir? Der Arme sitzt doch in seinem Vogelmorph fest und wird kaum an Schlachten teilnehmen können.’

Dazu muss ich vielleicht erklären, dass vor gar nicht so langer Zeit der Ellimist Tobias ein Angebot gemacht hat: wenn er für ihn zwei aus der Versklavung der Yirks entflohene Hork-Bajirs in Sicherheit brächte, würde er ihm seine Menschengestalt wiedergeben. Tobias willigte ein. Und er schaffte es tatsächlich, die Hork-Bajirs in ein geschütztes Tal zu bringen, das ihm der Ellimist in Gedanken zeigte.

Doch wie die Ellimisten nun einmal so sind, hielt er sein Versprechen nicht wirklich: Er gab Tobias nur die Kraft zu Morphen zurück. Das heißt, Tobias ist jetzt immer noch ein Rotschwanzbussard, hat aber die Kraft, sich für mindestens zwei Stunden zu morphen.

Und deswegen konnte er weiterhin an unseren Kämpfen teilnehmen. Obwohl er da meist bevorzugt in seiner Bussardgestalt bleibt.

< Und wieso bist du schon wach? >, fragte ich ihn.

< Ich habe Hunger! >, war seine Antwort und schon flog er von seinem Ast, dicht über dem Boden, flog wieder hoch und hatte eine Maus, ein kleines Säugetier, zwischen den Fängen. Er landete wieder auf dem Ast und verspeiste die Maus mit großem Genuss – mit seinem Schnabel.

Das war jetzt sein Leben. Töten, um zu essen. Anders als das Leben der Menschen; sie ließen die Tiere von jemand anderem töten, der sie dann für so genanntes ‚Geld’ an sie verkaufte.

So viel anders sind die Menschen. Aber ich habe mich ziemlich an sie gewöhnt. Ich lebe schließlich schon so lange hier.

 


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