Die Welt der Animorphs
  Megamorphs #5 von Luxuna - Kapitel 13
 
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Kapitel 13

Cassie

 

Klar, dass Tobias als erstes zu mir kam mit seiner grauenhaften Nachricht. Ich wohnte erstens am nächsten. Zweitens konnte ich am schnellsten morphen. Drittens hatte ich einen Morph, der am besten dafür geeignet war, Ax zu folgen und viertens war ich wahrscheinlich die Einzige, die Ax dazu bringen konnte, schnell zu morphen, um den Geruch zu verlieren.

Ich konnte nicht schlafen. Ich starrte aus dem Fenster und dachte voller Sorge daran, was Ax alles passieren konnte.

Dann hörte ich Tobias rufen. < Cassie! >, schrie er.

Sofort war ich auf den Beinen und hatte das Fenster aufgerissen.

„Was ist passiert? Was ist mit Ax?“, rief ich dem draußen flatterndem Rotschwanzbussard zu.

< Weggelaufen >, keuchte er. < Ich konnte ihn nicht einholen. Er wollte angeblich sein Geschäft erledigen, du weißt schon, und ich sollte mich dafür umdrehen, weil es ihm wohl peinlich war. Als ich es tat, ist er weggerannt. >

„Oh nein!“, brüllte ich in die Dunkelheit und begann sofort zu morphen. Zuerst in eine Eule, um ein Stück zu fliegen.

< Mach schnell! >, rief Tobias. < Ich hole solange die anderen. >

Ich machte schnell.

Ich merkte, dass keine Zeit zum erneuten morphen war. Das war schade, denn als Wolf hätte ich bessere Chancen gehabt, Ax einzuholen. Aber Tobias bestand darauf, dass ich sofort los flog.

< Er könnte sogar schon bei dem Joellam Trysw angekommen sein. Du musst dich beeilen! >, erklärte er keuchend.

< Alles klar, Tobias >, sagte ich entschlossen. < Ich fliege jetzt los. Hol du die anderen. >

< Ja >, stammelte er und ich merkte, dass er weinerlich klang. < Viel Glück, Cassie. >

Doch ich war schon weg.

Ich hetzte meine Flügel zu Tode, um Ax einzuholen. Immer wieder rief ich nach ihm.

< Ax? Ax! Bist du da? >

Doch keine Antwort kam.

Ich flog immer weiter in die Richtung, wo Visser Drei gewesen war. Immer weiter. Ich hatte keine Ahnung, wie viel Zeit verstrich. Aber irgendwann landete ich, morphte zurück (zum Glück erfolgreich) und schlüpfte dann in einen Wolfmorph. Wölfe können gut und schnell rennen. Sehr gut und sehr schnell und sehr, sehr lange. Außerdem roch und hörte er sehr gut. Mit dem Wolfsmorph würde ich Ax sicher bald erreichen.

Schon bald spürte ich Getrappel unter meinen Fußballen. Ich hörte das Schnauben eines Wesens, das nicht keuchen konnte, da es keinen Mund hatte. Und ich hörte es durch das Gehölz brechen, roch seinen Schweiß, seine Sucht. Als Wolf riecht man so ziemlich alles.

< Ax! >, rief ich, denn nur er konnte es sein. < Ax! Bleib stehen! >

< Cassie? >, kam die erstaunte Antwort. Er klang verwirrt. Traurig. Und wütend.

< Ja, ich bin’s! >, rief ich verzweifelt. < Bitte bleib stehen! Du läufst sonst direkt in die Arme von Visser Drei! >

Die letzten zwei Worte schrie ich nur so. Ich merkte, dass Ax auf einmal langsamer wurde. Es funktionierte!

< Ax >, sagte ich nun ruhiger. < Morph dich, bitte. Schnell. Du darfst dich nicht von diesem Geruch leiten lassen. Er kommt von dem monströsen Joellam Trysw alias Visser Drei. Visser Drei, Ax! Unserem Feind! Einem YIRK!!! >

Er antwortete nicht. Stand bloß da und schaute mit allen Augen in die Ferne.

< Ax >, flüsterte ich eindringlich und ging näher an ihn ran. < Morph! >

Zu spät.

Er wirbelte herum und im Bruchteil einer Sekunde schwebte sein Schwanz vor meiner Nase.

< Folg mir nicht >, zischte er. < FOLG MIR NICHT! Lass mich gehen. Ich weiß, was ich tue. Mir kann nichts passieren. Nur LASS MICH! Oder… oder… ich werde dich verletzen. >

Ich war erschrocken. Ich erstarrte und glotzte nur auf die Andalitenklinge direkt vor mir. Der Wolf in mir war verängstigt, aber kampfbereit. Ich knurrte, blieb aber ruhig so stehen.

< Ax >, erklärte ich ihm. < Du weißt nicht, was du tust! Ich bitte dich: Morph jetzt! >

< Nein, Cassie >, erwiderte er mit bebender Stimme. < Tut mir wirklich Leid. Ich muss es tun. Verstehst du? Ich muss. >

Ehe ich irgendetwas tun konnte, hatte sein Schwanz meine Flanke aufgerissen und er rannte davon.

Ich brach zusammen. Der Schmerz war grauenvoll. Er hatte mich tatsächlich verletzt. Ich sah ihm eine Weile hilflos hinterher. Dann heulte ich. Heulte wie ein vom Schmerz gepeinigter Wolf, wie ein Kind, das seinen Freund verloren hat, wie ein Soldat, der sein Leben verloren hatte, wie ein Animorph, der verraten wurde.

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