Die Welt der Animorphs
  Megamorphs #5 von Luxuna - Kapitel 2
 
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Dies ist ein Fanartikel und soll nur hier veröffentlicht werden, nicht auf anderen Homepages o.a.! Die Webmasterin Luxuna-Shuvana-Eshill hat es geschrieben. Bitte nicht als euer Eigen anzeigen! Danke!

 

Kapitel 2

Jake

 

Mein Name ist Jake.

Oft halten mich die anderen Animorphs für ihren Anführer. Aber das bin ich nicht wirklich. Trotzdem, sie tun es weiter, mich als Anführer ansehen. Und deshalb bin ich es auch schon so ziemlich geworden.

Ax nennt mich immer ‚Prinz’. ‚Prinz Jake’. Ich sage ihm immer, dass er es lassen soll. Und seine Antwort?

‚Ja, Prinz Jake.’

Na schön. Bin ich eben der Anführer. Das Problem ist, dass man als Anführer der Animorphs so oft so schnell zwischen Leben und Tod entscheiden muss.

Wie sehr ich mein altes Leben vermisse. Damals war so ziemlich das Einzige, vor dem ich Angst hatte, meinem Bruder zu beichten, dass ich’s nicht ins Basketballteam geschafft hatte. Und jetzt fürchte ich mich hauptsächlich vor dieser Weltmacht, die die Erde übernehmen will.

Die Yirks. Sie sind hier. Überall. Stecken in den Köpfen der Menschen und übernehmen die gesamte Kontrolle des Körpers. Die gesamte Kontrolle. Man selbst wird in seinem eigenen Körper zurückgedrängt, kann nichts mehr tun. Das haben die Yirks schon mit vielen gemacht. Nicht nur mit einigen Menschen, sondern auch mit anderen Alienrassen: den Hork-Bajirs, den Gedds, den Taxxons. Letztere ließen sich übrigens jedoch freiwillig zu Controllern machen. Controller, so nennen wir die Wesen, die einen Yirk im Kopf haben. Und einer von denen ist Tom, mein Bruder.

Ja, und gegen die Yirks kämpfen wir. Wir, die Animorphs: mein bester Freund Marco, der Witzbold; meine Cousine Rachel, hübsch und mutig; Cassie, Rachels Freundin, obwohl sie total grundverschieden sind; Tobias, der Vogeljunge; Ax, der junge Andalit und ich.

Unsere einzige Waffe ist die Kraft zu morphen: die DNS jedes Tieres, welches wir berühren, zu übernehmen und uns dann in das Tier zu verwandeln.

Die Morphtechnologie der Andaliten.

Nun muss man sagen, dass das Morphen auch sehr, sehr viele Vorteile hat. Zum Beispiel Vogelmorphs. Mann, es ist echt irre, zu fliegen. Fünfmal besser als Achterbahnfahren.

Aber das Morphen hat auch Nachteile.

Wir dürfen nur zwei Stunden gemorpht sein. Wenn wir dieses Limit überschreiten, bleiben wir für immer in unseren Morphs gefangen. Für immer. Tobias ist das schon passiert, obwohl er dank des Ellimisten jetzt wieder morphen kann.

Und morphen sieht nicht immer sehr toll aus.

 

Heute um drei, Scheune. Sei bitte pünktlich. Sag Marco Bescheid.

Ich war in der Schulmensa und verdrückte gerade eine Riesenportion Pommes, als Cassie wie zufällig vorbeikam und mir dabei heimlich einen Zettel mit dieser Aufschrift zuschob.

Ich hob fragend eine Augenbraue, wandte mich aber nicht an Cassie, denn keiner sollte wissen, dass wir Animorphs zusammengehörten. Zu viele Controller waren hier, die uns verdächtigen könnten.

Marco kam ebenfalls mit einer großen Portion Pommes auf dem Teller an meinen Tisch und setzte sich. „Na, was gibt’s Neues?“

Ich deutete mit einem Nicken auf den kleinen Zettel.

Marco verdrehte den Hals und las ihn. Dann seufzte er. „Ich habe doch gefragt, ob es etwas Neues gibt.“

Seit wir die Animorphs sind, treffen wir uns fast täglich in der Scheune. Die Scheune ist eine Art ‚Wildtierpflegeklinik’ von Cassies Dad. Der arbeitet dort als eine Art ‚Tierarzt’, nur dass er verletzte Wildtiere dort aufnimmt und verarztet. Und Cassies Mum arbeitet als Obertierärztin in den Gardens, diesem großen Freizeitpark, der auch eine kleine Zooabteilung hat.

Deswegen ist Cassie auch ziemlich so … tierverliebt. Ich glaube, sie mag Tiere mehr als Menschen. Nicht, dass es mir was ausmacht. Ich meine … nun ja, man kann schon sagen, dass ich Cassie mag. Sogar sehr mag. Na ja.

Ich schluckte meinen Pommesbissen herunter und sagte zu Marco: „Neues? Was Neues? Na ja, eigentlich nicht. In den letzten Tagen und Monaten hat sich ja so wenig verändert.“

Marco verdrehte die Augen und lachte. „Bei mir gibt’s auch nichts Neues. Das Leben ist ja so langweilig.“ Er lachte wieder.

Ich lachte ebenfalls, aber ich hatte Pommes im Mund, und daher lachte ich eher unterdrückt.

Plötzlich kam ein Mädchen an unserem Tisch vorbei. Sie war aus der Parallelklasse. Ich glaube, sie hieß Martina.

„Na, Marco?“, fragte sie überraschenderweise, als sie vorbeiging. „Unsere Verabredung für morgen gilt doch noch, oder?“

Marco strahlte sie an. „Sicher doch, Martina. Ich zähle die quälenden Sekunden, bis es endlich so weit ist.“

Kichernd entfernte sich das Mädchen.

Ich sah Marco an und hob eine Augenbraue. „Uh, Marco, du hast ein Date? Wusste ich ja gar nicht.“

„Super, nicht?“ Marco strahlte immer noch. „Ich hab mich mit Martina für ein Konzert bei dieser neuen, coolen Band verabredet. Morgen Nachmittag um drei.“

„Ja, echt super“, sagte ich. „Ich hoffe nur, dass das heute Nachmittag nicht so ernst ist.“

Ich meinte damit das Treffen in der Scheune. Normalerweise schob mir Cassie keine Zettel in der Schule zu. Sie hatte Angst, beobachtet zu werden. Und sie bat mich erst recht nie, pünktlich zu sein. Sie wusste, dass ich sowieso fast immer pünktlich war. Es musste sich also um etwas sehr Wichtiges handeln, weshalb sie uns sprechen wollte.

Marco aber sagte nichts und beschäftigte sich mit seinen Pommes. Auch ich machte mich wieder daran, meine Portion aufzukriegen, bevor es zur nächsten Stunde schellte.


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