Die Welt der Animorphs
  Megamorphs #5 von Luxuna - Kapitel 23
 
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Dies ist ein Fanartikel und soll nur hier veröffentlicht werden, nicht auf anderen Homepages o.a.! Die Webmasterin Luxuna-Shuvana-Eshill hat es geschrieben. Bitte nicht als euer Eigen anzeigen! Danke!

Kapitel 23

Rachel

 

Unsanft wurde ich aus schönen Träumen geweckt. Mein ganzer Ameisenverstand schrie: Wasser! Alarm! Wasser! Verderben! Tod! Untergang! WASSER!

Mit einem gedanklichen Aufschrei fuhr ich aus meinem Schlaf. < Uaaah! Ahhh! >

Es war nicht nur ich, die da schrie. Ich hörte Jake, Marco, Cassie und… ja, und Tobias. Was war mit ihm? War er etwa auch gerade aufgewacht? Ich verstand die Welt nicht mehr. Das Wasser zehrte an mir und wollte mich verschlingen. Ich war blind, taub – bis auf die Gedankenstimmen hörte ich nur ein durchgängiges Rauschen – und meine Beinchen paddelten hilflos in der Luft beziehungsweise im Wasser. Ich wusste nicht, wo oben und unten war. Ich war in Panik aufgelöst.

Schließlich hörte ich Ax’ Stimme: < Morphen! Jake, Marco, Rachel, Cassie und Tobias! Morphen! Sofort! >

Ich gehorchte nur zu gerne, auch wenn ich wusste, dass es mich Kraft kosten würde. Langsam begann meine Zurückverwandlung.

Auch um mich herum wuchsen Gestalten aus dem Wasser, die ich nun endlich besser erkennen konnte. Ich hustete und schluckte Wasser. Meine Lungen schrien nach Luft. Ich machte einen Schwimmzug in die Richtung, die ich als ‚oben’ vermutete, und durchbrach keuchend und nach Luft dringend endlich die Oberfläche. Ich bibberte vor Kälte, war aber endlich oben.

Neben mir tauchten weitere Köpfe aus dem Wasser auf: ich sah Cassie, Jake und Marco. Alle sahen mitgenommen und irgendwie verpennt aus.

Ach herrje! Sah ich etwa auch so aus?

Außerdem schwamm eine ziemlich zerzauste Möwe ein paar Meter weiter auf der Oberfläche.

„Tobias?“, rang ich meinen erschöpften Lungen eine Frage ab.

< Ja, Rachel. Ich bin’s. >

Erleichterung durchflutete mich. Ihm ging es also gut. „Wie geht’s dir?“

< Ganz gut. Aber wichtiger ist, wie es euch geht! >

„Ich habe mich nie besser gefühlt“, keuchte Marco ironisch.

„Was… was ist denn passiert?“, fragte Jake verwirrt. „Bin… bin ich wirklich eingeschlafen?“

< Ja. Ihr alle seid eingeschlafen >, grummelte Tobias, < bis auf Ax. Er konnte sich lange genug wach halten, bis ich entschieden hatte, was zu tun sei. >

Ich sah zu Cassie. Sie wirkte halb ohnmächtig und ich befürchtete, dass sie gleich wieder untertauchen würde.

„Sollen wir vier Menschen nicht erst einmal ebenfalls morphen?“, schlug ich vor. „Cassie sauft gleich wieder ab.“

< Ja >, rief Ax. Er schwebte etwas weiter weg an Land als Kornweihe über den Dünen und die Gedankenverbindung war sehr schwach, aber es funktionierte. < Wir brauchen euch in euren Greifvögelmorphs. Aber um erst einmal an Land zurück zu kommen, solltet ihr vielleicht zuerst eine Möwe werden. >

„Okay“, sagte Jake. „Morphen, Leute!“

Ich gehorchte ein wenig widerwillig. Ich war so erschöpft… aber mich hier oben zu halten war noch schwieriger. Also leitete ich die Verwandlung ein und begann langsam, zu schrumpfen und leichter zu werden, während sich meine wärmenden, wasserabweisenden Federn bildeten.

Bald war ich eine vollständige Möwe. Die anderen ebenfalls. In einem Pulk erhoben wir uns in die Luft – bei Möwen ist es nicht auffällig, wenn sie alle in einer Gruppe fliegen – und schwebten in Richtung Strand.

< Woah, bin ich fertig >, murmelte ich perplex.

< Tut mir Leid, Leute, aber wir haben noch viel vor. Ich erkläre es euch. > Tobias flog an der Spitze. Als wäre er auf einmal unser Anführer…. wahrscheinlich hatte er zu dem werden müssen, als wir ihm alle weggepennt waren. Ich war unendlich stolz auf ihn. Ich war gespannt darauf, zu erfahren, wie er uns alle gerettet hatte.

< Als erstes müsst ihr erfahren, dass ihr nur noch zwei Minuten hattet, um von der Ameise aus wieder ein Mensch zu werden >, begrüßte uns Ax.

Ich musste schlucken. Zwei Minuten! Das war wirklich sehr knapp gewesen!

< Es war der Geruch der Hwannes-Pflanze, der euch eingeschläfert hat. Das Wasser sollte es abwaschen und euch aufwecken, was es ja zum Glück getan hat >, fuhr Ax fort. < Ich hatte Erfahrungen mit dem Joellam Trysw und konnte mich dem ein wenig länger widersetzen als ihr. So konnte mir Tobias noch mitteilen, was er gesehen hatte. >

Ein Schwarm aus fünf Möwen gesellte sich zu einer einsam am Strand wartenden Kornweihe. Wenn das jemand gesehen hätte… aber weit und breit war kein menschliches Wesen zu sehen.

Ax übergab den Part der Erzählung jetzt an Tobias: < Wir waren bei der Lichtung von Visser Drei, als ihr alle eingepennt seid. Doch was ich dort sah, war kein Joellam Trysw: es war der Visser als Andalit, vor dem Geruch dort mit einer andalitischen Apparatur namens Affann geschützt. Ich flog zuerst zu einer anderen Lichtung, wo ich Ax anwies, sich zurückzumorphen, was er auch schaffte, obwohl er kurz vor dem Einschlafen war. Da genug Hwannes-Geruch an mir war, wurde Ax von dem Geruch des Joellam Trysw nicht verrückt. Ich hatte folgenden Plan entwickelt: Ax sollte in Andalitengestalt zu dem Visser laufen, und so tun, als wäre er völlig verrückt und hilflos von dem Geruch. Der Visser würde denken, er hätte nun leichtes Spiel mit ihm. Und dann, urplötzlich, schlägt Ax zu und reißt dem Visser das Affann von der Nase, sodass dieser völlig verrückt wird von dem Joellam Trysw. Dann haben wir leichtes Spiel mit ihm. Ich hatte gehofft, dass Ax den Visser dazu bringen könnte, aus dem Ohr des Andaliten zu kriechen. Das wäre ein riesiger Schritt für uns: den Yirk könnten wir töten, den Andaliten retten. Ich weiß nicht, wie gut das geklappt hätte, aber zur Not hätte Ax auch beide töten können, nun… >

Tobias schien den Gedanken, dass Ax einen Andaliten töten musste, anzuwidern. Natürlich verstand ich ihn – es war nicht der Andalit, der unser größter Feind war, sondern der Yirk in seinem Kopf, der ihn benutzte. Aber Ax hatte schon einmal die Gelegenheit gehabt, ihn zu töten, und hatte es nicht über sich gebracht, obwohl der Andalit ihn von ganzem Herzen angefleht hatte, weil er es als Sklave für den Yirk nicht mehr lange ausgehalten hatte. Ich seufzte. Da klang Tobias’ erste Idee doch irgendwie besser…

< Das ist ein guter Plan, Tobias >, lobte Jake ihn, beinahe verwundert. < Das hätte ich selbst nicht besser planen können. >

Tobias sagte verlegen: < Dankeschön. > Dabei war das sicherlich das größte Lob, das man von Jake bekommen konnte.

< Aber verrate mir eins… >, fuhr Jake fort, < …ist das alles jetzt schon vorbei, oder warum sind wir jetzt hier? >

< Nein. Natürlich ist es nicht vorbei >, antwortete Marco und sah spottend in meine Richtung. < Sie hätten es ohne Rachel nie gewagt, weil sie ihre Wut kennen, wenn sie nicht selbst einen Part in der Zerstörung des Feindes übernimmt. Stimmt’s, Rachel? >

< Ich war nicht die, die dem Visser unbedingt in den Hintern beißen wollte >, entgegnete ich. < Wenn ich mich recht erinnere, warst du das. >

< Genug! >, unterbrach Jake. < Tobias? >

< Ja, Jake. Marco hat Recht: Wir haben meinen Plan noch nicht durchgezogen. Erstens brauchen wir mehr Hwannes-Geruch, um Ax für länger immun zu machen, sonst würde er selbst auch verrückt werden. Und zweitens drängte die Zeit – eure Zeit im Ameisenmorph. Ihr musstet euch dringend zurückmorphen, bevor ihr nicht für immer Ameisen geblieben wärt. >

Ein Schauder lief meinem Möwenkörper über den Rücken. < Was für eine schauerliche Vorstellung. >

< Deswegen müssen wir wieder zurück >, fuhr Tobias fort. < Als erstes besorgen wir uns eine Hwannes – ich weiß noch so ungefähr, wo das Feld mit ihnen war. Dann fliegen wir zum Visser und besiegen ihn. >

< Oh, super! >, rief ich begeistert, das Stöhnen Marcos ignorierend. < Auf geht’s! Worauf warten wir noch? >

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