Die Welt der Animorphs
  Megamorphs #5 von Luxuna - Kapitel 25
 
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Kapitel 25

Cassie

 

< Dort, seht ihr den Visser? >, sagte Jake.

Ja. Dort stand er, in Andalitengestalt und mit dem seltsamen Apparat über Nase und auf dem Rücken. Er hielt mit allen vier Augen verzweifelt nach uns Ausschau. Bestimmt war hier genug Geruch und er hoffte, wir würden bald auftauchen. Irgendwann müssten wir die Kontrolle verlieren, so dachte er sicher. Und er dachte, wir wären allesamt Andaliten. Und selbst falls nicht: er wusste ganz sicher, dass wir mindestens einen Andaliten bei uns hatten. Und sobald er den einmal versklavt hatte, kannte er uns alle. Und das wäre unser Ende.

Oh, wenn er wüsste, welch grandiosen Plan wir hatten. Wir würden ihn besiegen… aber dennoch war alles sehr riskant. Es konnte auch auf einen Zweikampf auf Tod oder Leben zwischen den beiden Andaliten auskommen. Denn der Visser kannte sicherlich die Hwannes, aber wahrscheinlich ahnte er nicht, dass sie ganz in der Nähe wuchsen. Es war ja auch ein Wunder. Aber trotzdem würde der Visser vorsichtig sein. Ich war mir nicht einmal sicher, ob er alleine war. War er wirklich so unvorsichtig? Ich prüfte mit meinen scharfen Fischadleraugen gründlich die Umgebung. Aber es waren keine Hork-Bajirs, keine Taxxons und auch keine Menschen zu sehen. Da hinten lief ein Hirsch, aber das war’s auch schon.

Der Visser trug einen Draconstrahler bei sich. Aber falls der Plan klappen würde, konnte er sowieso nichts damit anfangen. Wir werden es schon schaffen, beruhigte ich mich.

Jake begann erneut mit Anweisungen.

< Also. Wir teilen uns jetzt auf. Ax fliegt zu der Lichtung dort drüben, die sollte vor den Blicken des Vissers geschützt sein. Dann morphst du zurück, okay? Behalte die Hwannes stets vor deiner Nase. Ich fliege hinterher für den Fall, dass du Hilfe brauchst.

Ihr anderen behaltet stets den Visser im Auge. Kommt euch gegenseitig nicht zu nahe, damit er keinen Verdacht schöpft. In Ordnung? >

< Jaja >, sagte Rachel. < Ich würde sagen… >

< Auf geht’s, wir wissen’s ja >, unterbrach Marco.

Rachel lachte. < Ganz genau, Marco. Auf geht’s! >

Wir flogen los. Ich drehte eine Pirouette und schwebte ein wenig herum, darauf bedacht, den anderen nicht zu nahe zu kommen. In der Ferne sah ich eine Kornweihe zwischen den Bäumen verschwinden, kurz darauf folgte ihm ein Wanderfalke.

Auf einmal ertönte die grausame Stimme des Vissers. < Ihr kleinen andalitischen Banditen! Lange werdet ihr meiner Verlockung nicht mehr standhalten können! Ich weiß, dass ihr hier irgendwo seid. Kommt zu mir, Andaliten, kommt zu mir! >

< Wie läuft’s bei euch? >, fragte ich Jake.

< Alles klar. Ax ist gemorpht, aber dreht nicht durch. Er ist bereit, zum Visser zu laufen. >

< Okay. Ich bleibe in der Nähe des Vissers, in Ordnung? >, schlug ich vor. < Und überwache die Lage. >

< Geht klar. Sei nicht zu auffällig >, warnte Jake.

< Ich laufe jetzt los >, meldete Ax. < Ich nähere mich südwestlich der Lichtung des Vissers. Bin noch immun. Tue so, als wäre ich völlig benebelt. >

< Seht ihr irgendwelche Fallen bei dem Visser? >, fragte Jake.

Ich sah mir die Lichtung genau an. < Ich sehe keine anderen Controller in der Nähe. Auch keine deutlichen Fallen. Alles scheint in Ordnung zu sein. >

Jetzt sah ich, wie Ax sich näherte. Auch der Visser bemerkte etwas und richtete seine Hauptaugen in die Richtung der heftigen Bewegungen im Wald.

< Ah, ich sehe, ihr habt dem Ansturm nachgegeben >, dröhnte der Visser zufrieden. < Rhahahahaha! Euer Untergang ist nicht mehr weit. >

Er stellte sich bereit. < Jake, der Visser geht in Kampfstellung. Offenbar ist er doch vorsichtig. Ax kommt immer näher >, meldete ich. < Ich sehe ihn. Aha … jetzt ist er bei der Lichtung! >

Ax kam angaloppiert, den Blick starr, die Stielaugen geradeaus gerichtet. Er wirkte völlig benebelt und verrückt nach dem Geruch.

< Gut so, Ax! Sehr überzeugend! >, rief ich ihm zu. < Weiter so! >

< Sehr ihr was, Marco und Rachel? >, fragte Jake.

< Nichts Interessantes >, sagte Rachel und Marco stimmte dem zu.

< Okay, Leute, Ruhe. Es geht los! Ax ist auf der Lichtung jetzt! >, rief ich aus.

Der Visser lachte laut, als er Ax erkannte. < Nur einer, soso? Die anderen sind wohl noch tapfer im Widerstand, hmm? Aber das macht nichts. Alle für einen! Richtig? Wie geht’s dir? Hach, du bist ja noch ein ganz Junger. Was für ein kleiner Rebell! Läuft einfach seinen Kumpanen davon! Rhahahahaha! >

< Ja, unglaublich witzig >, meinte Marco von weiter weg. < Ich lach mich gleich weg, ehrlich. >

< Klappe. Jetzt wird’s spannend >, mahnte ich.

Und das wurde es. Denn als Ax einen weiteren Schritt machte, da, nun – brach er auf einmal durch die Oberfläche des Bodens und verschwand in der Tiefe.

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