Die Welt der Animorphs
  Megamorphs #5 von Luxuna - Kapitel 27
 
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Kapitel 27

Tobias

 

Ich sah einen Wanderfalken über der Lichtung des Vissers kreisen und laute Rufe ausstoßen. Ich hockte in den Bäumen der Lichtung, aber Visser Drei achtete nicht auf mich. Seine Hauptaugen hatte er nach Norden gerichtet, wo er seine Kumpanen erwartete, und die Stielaugen blickten zu Jake.

< Aha, ich sehe, Unterstützung naht! >, rief der Visser schadenfroh. < Aber das wird euch nichts nützen! Gar nichts! >

Langsam hob er den Draconstrahler in Richtung Jake.

< Jetzt, Tobias! >, rief er mir zu.

Ich flog los. Auf in Richtung Visser.

„Tsiiii-ääääär!“, schrie ich, als ich schnell wie ein Blitz auf den Visser zuschoss, die Krallen ausgestreckt und zielgerichtet auf die Nase Visser Dreis.

Er sah mich kommen, riss den Draconstrahler herum, zielte… aber zu spät. Ich schlug meine Krallen in seine Nase und zog heftig.

< Uaaaah! >, schrie ich entsetzt, als ich plötzlich hängen blieb und hilflos kopfüber in der Luft baumelte.

Ich hatte Visser Drei die Röhre des Affann von der Nase gerissen, und die Nase gleich mit zerstört… jedenfalls sah das Ergebnis sehr ekelhaft aus. Meine Fänge hatten sich in der Röhre des Affann verfangen und jetzt baumelte ich irgendwo am Rücken des Vissers, wo die ‚Sauerstoffflasche’ des Affann noch befestigt war.

Der Visser war nun wildwütend. Er schrie laut in Gedankensprache und drehte sich vor Schmerzen an der Nase wild im Kreis.

Gingen die Schmerzen über den Geruch des Joellam Trysw? Oder…

< Tobias! Ich glaube, du hast ihm das Riechorgan zerstört! >, rief Jake. < Er würde sonst den Schmerz vergessen und völlig verrückt sein! >

< Das stimmt >, bestätigte Ax.

Doch im Moment interessierte mich anderes: Und zwar, hier von dem Rücken des Vissers fort zu kommen. Verzweifelt flatterte ich mit den Flügeln.

< Ich komme! >, rief Marco plötzlich. Zwischen den Bäumen erschien ein zwei Meter großer Gorilla. Er lief auf uns zu und…

verschwand im Boden.

< Mist! Jake! Hier waren auch Fallgruben! >

< Oh Gott! >, sagte Jake entsetzt. < Daran habe ich gar nicht gedacht! >

< Ist Marco jetzt auch gefangen? >, fragte Ax.

< Ja, ist er >, murmelte Jake nüchtern.

Der Visser drehte sich immer noch schreiend um sich selbst, mich hilflos hinter sich herschleudernd. Ax und Marco waren gefangen und würden so schnell nicht heraus kommen. Rachel und Cassie kümmerten sich um die anderen Controller. Also blieb nur noch Jake übrig.

< Wartet! Ich kehre gleich als Tiger zurück! >, rief er. < Aber ich werde euch nicht aus den Löchern befreien können! >

< Oh Mann, verdammt! >, stöhnte Marco. < Können wir nicht einfach morphen? >

< Na klar! >, rief Ax aus. < Jetzt bewacht der Visser mich ja nicht mehr mit dem Draconstrahler! Und dich sieht er auch nicht, Marco! >

Sie begannen wohl, zu morphen, denn wenig später sah ich schemenhaft in den Wirbeln um mich herum, wie zwei Greifvögel sich aus den Gruben erhoben.

< Holt mich jetzt jemand hier weg? Ich hänge fest! >, schrie ich lauthals verzweifelt.

< Bin schon da! >, kam auf einmal Rachels Stimme dazu. < Ich bin aus der siegreichen Schlacht hervorgetreten, um euch zu re-tten! >

< Um Tobias zu retten >, verbesserte Marco. < Uns anderen geht’s prächtig. >

Auf einmal pflügte ein großer Elefant durch die Bäume, welche unter ihm einfach abknickten. Er stürzte sich auf den Visser. Sein großer Rüssel packte mich, zog und… ich war frei!

An meinen Fängen hing noch das Affann, und ich streifte es ab, bevor ich erleichtert und erschöpft auf dem nächsten Baum landete. Rachel schnappte sich das Ding und warf es zu Cassie, die hinter ihr aus den Bäumen kam.

< Fang! >, rief sie ihr zu.

Cassies Wolfsschnauze schnappte zu.

< Und jetzt kümmere ich mich mal um den hier >, meinte Rachel grimmig und wandte sich an Visser Drei.

Dieser hatte sich mittlerweile halbwegs eingekriegt und raste nicht mehr im Kreis herum, sondern ging in Angriffsstellung, eine Hand auf die blutende Nase gepresst, die Hauptaugen entsetzt auf den Elefanten vor ihm gerichtet und die Stielaugen suchend nach dem verloren gegangenen Draconstrahler.

< Es lief wohl alles nicht so, wie du gedacht hattest >, grummelte Rachel. Der Visser schwieg.

Jake flüsterte: < Ist es so schlau, dich mit dem Visser zu unterhalten? Er könnte erahnen, dass du eine Menschenstimme hast. >

< Lass mich. Er wird doch gleich sowieso platt gemacht >, raunzte Rachel. Dann wandte sie sich wieder an den Visser.

< Aber auch wir hatten einige Probleme, damit fertig zu werden, was du uns aufgetischt hast. Meinen Glückwunsch. Toll gelungen. Aber letzten Endes haben wir doch gewonnen. >

Der Visser schnaubte in Gedanken verächtlich. < Ihr werdet nie gewinnen. > Seine Antwort war mehr ein Keuchen als eine standhafte Antwort. Anscheinend war die Nase von meinen Krallen so zerstört, dass er Atemnot hatte.

Rachel lachte grimmig. < Das wirst du wohl nie mehr erfahren. > Sie schlang ihren Rüssel drohend langsam um den Körper des Vissers. Gleich würde sie zudrücken und… und…

< Ich gebe dir noch eine letzte Chance. Lass diesen Körper frei. Sofort. Vielleicht lassen wir dich als Yirk dann am Leben. >
Doch plötzlich...

Mit einem Aufschrei ließ Rachel den Andalitenkörper fallen. Denn der wuchs auf einmal in die Höhe, wurde größer und größer und… nein, er wurde kein Joellam Trysw. Das war viel zu schwach für einen Kampf. Er wurde zu einem großen Ungeheuer, größer als Rachel.
< Oh Mann, Rachel >, murmelte Marco. < Du hättest den Visser gleich kaltmachen sollen, als du die Gelegenheit dazu hattest. >

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