Die Welt der Animorphs
  Leseprobe Band 29 - Der Parasit
 
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Leseprobe
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... Ich konzentrierte mich. Die Verwandlung begann.

Jeder Morph ist Furcht erregend. Und jeder neue Morph noch mal doppelt so schlimm.

Dieser Morph ... das war der Feind. EIn Parasit. Eine Nacktschnecke.

Meine Haut wurde glatt. Eine dünne Schleimschicht, die aus den Poren quoll, überzog meinen ganzen Körper.

Meine Augenlider.

Die Zwischenräume an Fingern und Zehen.

Meinen Hals, meine Beine, meinen Bauch.

Der Schleim verdickte sich jetzt zu einer galleartigen Masse. Wie ein halb fertiger Wackelpudding. Er sickerte mir in die Ohren. In die Nase. in den Mund.

Ich würgte, als der Schleim meiner Mundhöhle anschwoll. Meine Zähne begannen sich aufzulösen, als wäre die Masse eine Säure.

Meine Lippen verschmolzen miteinander, versiegelten meinen Mund mit sich auflösenden Zähnen und aufquellendem Schleim.

Ax sagt immer, ich könnte am besten von allen morphen. Doch es fiel mir schwer, mich nicht gegen diesen Morph zu sträuben.

Ich versuchte mich zu entspannen. Mich den Veränderungen zu unterwerfen.

Mein Körper wurde kalt, als mir der zähe Glibber die Kehle hinabrann und dann meine Speiseröhre verklebte. Irgendwie atmete ich trotzdem weiter. Vielleicht über die Haut?

Als sich der dicke, kalte Schleim in meinen Magen und die Gedärme schob, wurde mir richtig übel. Ich fühlte, wie sie verschrumpelten und dann verschwanden.

Der Schleim legte sich um mein Herz, worauf es zu schlagen aufhörte und austrocknete.

Die Masse heftete meine Arme an den Seiten fest und klebte meine Beine zusammen. Ich fühlte, wie sie bis auf die Knochen durch mein Fleisch sickerte. Der kalte Schleim verwandelte meine Knochen zu Eis. Dann zerplatzten sie in eine Million Splitter.

Der Boden sauste zu mir empor, während ich vom Stuhl kippte. Ich hatte noch nicht zu schrumpfen begonnen. Da lag ich nun - die größte Nacktschnecke der Welt. Mein ganzer Körper bestand aus glitschigem, wabbeligem Fleisch.

Meine Augen blieben unverändert und starrten senkrecht zur Decke hinauf.

Mr Tidwell erschien über mir, sein Gesicht vor Entsetzen verzerrt. Ich glaube, er schrie. Aber ich konnte ihn nicht hören.

Als der Schleim endlich auch meine Augen überzog, wurde sein Gesicht wie von Nebel umhüllt. Es verschwand im selben Moment, wo sich meine Augen vollständig auflösten.

Mein Leib ringelte sich zusammen. Enger, fester. Ich wurde kleiner, immer kleiner.

Ich fiel ... fiel ...

Dann war es vorbei. Die Verwandlung war endlich abgeschlossen.

Ich war ein Yirk.

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