Die Welt der Animorphs
  Megamorphs #5 von Luxuna - Kapitel 19
 
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Kapitel 19

Cassie

 

Ax dirigierte Tobias immer weiter und dichter in den Wald.

Natürlich konnten wir nicht genau sagen, wie dicht wir im Wald waren. Die Ameisenaugen erkannten bloß einen schwachen Konturenunterschied.

< Der Geruch wird stärker >, stellte Jake aufgeregt fest, als wir eine Weile bloß geradeaus geflogen waren.

< Ja >, stimmte ich zu. < Ich rieche es immer besser! >

< Wir sind da >, meldete Ax schließlich.

< Tobias, kannst du uns absetzen? >, fragte Rachel.

< Alles klar >, sagte Tobias. Die Luft zischte an unseren Fühlern vorbei, als Tobias in den Senkflug ging und ziemlich unsanft auf dem Waldboden landete.

Ich verlor bei dem Aufprall den Halt und purzelte von Tobias’ Fang. < He! >, rief ich aus.

< Was ist los? >, hörte ich Marco erschrocken fragen.

Doch ich achtete gar nicht darauf. Denn ich war direkt auf etwas Grünem, Großem gelandet. Es roch exakt nach der Hwannes-Pflanze, die wir gesucht hatten.

< Mann, Leute! >, rief ich aufgeregt. < Ich hab sie! Ich hab sie! >

< Was hast du? >, fragte Jake.

< Die Hwannes-Pflanze! Ich sitze auf ihr! >

< Äh, Cassie? Bist du die Ameise auf der … Brennnessel da? > Tobias stockte.

< Brennnessel? Nein. Ich sitze auf der Hwannes-Pflanze! Sie riecht exakt so. >

< Kann nicht sein >, meinte Tobias. < Krabbel mal nach links. >

Ich krabbelte nach links.

< Mensch, Cassie, du bist’s wirklich >, sagte Tobias verblüfft. < Aber … du sitzt auf einer Brennnessel. Ich erkenne von dieser Pflanze keinen Unterschied zu einer Brennnessel. >

< Ax? >, meldete sich Jake. < Weißt du, wie diese Hwannes-Pflanze aussieht? >

< Sie ist grün >, antwortete Ax. < Es ist ein Stängel mit Blättern daran, die gezackte Ränder haben. Auf eurem Planeten ist sie wahrscheinlich sehr unauffällig. Hier ist schließlich alles grün. >

< Gut >, sagte Jake und klang zufrieden. < Genau so, wie du sie beschreibst, sehen Brennnesseln aus. Ich glaube, wir haben sie gefunden. >

< Es ist ein ganzes Feld voller Brennnesseln, oder, meinetwegen Hwannes-Pflanzen >, berichtete Tobias. < Ganz, wie Ax es gesagt hat. >

< Hervorragend! >, rief Rachel. < Auf geht’s! Nehmen wir diesen Geruch an unsere Greifzangen auf und dann auf zu dem Monster, das unseren Wald verstänkert! >

< Ja! Ju-hu! Lasst uns erneut Beinahe-Selbstmord begehen und Visser Drei in den Hintern treten, oder, Berichtigung: beißen! >, kommentierte Marco.

< Das klingt ekelhaft >, bemerkte Tobias.

< Recht hast du >, bestätigte ich. < Aber wir haben keine Wahl. Ich sage, wir machen’s. >

< Klar, ich hatte nie etwas dagegen einzuwenden >, rief Marco mit gespielter Begeisterung. < Im Gegenteil. Ich bin begeistert. Visser Drei in seinen Allerwertesten beißen wollte ich schon immer mal. Macht sicher wahnsinnig Spaß. >

< Wo zum Geier ist bei diesem Vieh denn der Hintern? >, fragte Tobias, ehrlich interessiert.

< Könntet ihr mal aufhören, zu diskutieren? >, fuhr Rachel ungeduldig dazwischen. < Uns läuft die Zeit davon. Wir dürfen nicht allzu lange eine Ameise sein, merkt euch das! >

< Du hast Recht >, bestätigte Jake. < Wir sollten uns beeilen. Also: Loskrabbeln, Freunde! >

Ich begann, meine vorderen Kneifzangen in den Grund unter mir zu schlagen. Bald war der Geruch rund um mich verbreitet, die Welt schien nur noch aus dem Geruch der Hwannes-Pflanze zu bestehen. Er war mit normalen Maßstäben nicht zu beschreiben. Er bestand aus etwas Süßlichem, glich gleichzeitig aber auch Saurem und roch ebenfalls so wie jahrtausende alte Socken, die man in einer muffigen Kiste auf dem Speicher findet.

Die anderen kamen zu mir auf die Blätter gepurzelt und begannen ebenfalls, den Geruch zu übernehmen. Fast wie bei der Übernahme von der DNS fürs Morphen. Nur, dass die Pflanze nicht in Trance verfiel.

< Habt ihr’s jetzt? >, fragte Tobias.

< Ich denke schon >, sagte Jake.

< Dann wieder an Bord. Oder? >, meinte Tobias.

< Okay. Los! >, rief Rachel begeistert.

Wir krabbelten zurück auf die raue Oberfläche von Tobias’ Fang. Alle anderen schienen putzmunter. Jedenfalls munterer, als wir uns beim ersten Mal im Ameisenmorph gefühlt hatten. Irgendwie schien uns der seltsame Geruch der Hwannes-Pflanze viel lebhafter zu machen. Menschlicher. Und gleichzeitig strebten wir zu dem Geruch des Joellam Trysw, um es zu zerstören. Es lief alles wie geschmiert. Bald würden wir den Visser dazu überredet haben, uns bitteschön nicht auf die Tour zu kommen.

Ich glaube, ich war jedoch die Einzige, die bei dem Ganzen immer noch ein schlechtes Gefühl hatte.

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